Nachruf

NACHRUF

Die CDU im Oberharz trauert um den verstorbenen Dr. med. Karl Leopold von Gerstenbergk-Helldorff, Edler von Zech

 

Dr. von Gerstenberg-Helldorff  kam 1985 als Chefarzt der Chirurgie an das damalige Robert-Koch-Krankenhaus nach Clausthal-Zellerfeld und es gelang ihm, der seit einiger Zeit brachliegenden Chirurgie wieder zu hohem Ansehen zu verhelfen. Fachliche Leistung und menschliche Zuwendung waren die Grundlagen seiner erfolgreichen Tätigkeit. Versuche größerer Kliniken, ihn abzuwerben, wies er zurück. Er hatte Gefallen am Oberharz und dessen Menschen gefunden. Er ließ sich von jedermann mit seinem selbst gewählten Vornamen „Leo“ anreden.

 

Als Arzt übernahm er auch den Vorsitz im DRK-Ortsverein, wo er ebenfalls bleibende Spuren hinterließ. So setzte er sich für den Umzug des DRK-Ortsvereins in die ehemalige Feuerwache im Ortsteil Clausthal ein. Hohe Anerkennung brachte er nicht nur den ehrenamtlichen Helfern des DRK, sondern auch der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks entgegen.

 

Über diese Verbindungen fand er den Einstieg in die Kommunalpolitik. Auch hier übernahm er Verantwortung. Seid 2000 ist er ist Mitglied der CDU und von 2001 bis 2021 war er über 20 Jahre lang als Mitglied der CDU-Fraktion in den Gremien der Stadt und der damaligen Samtgemeinde Oberharz tätig war. Seine sachliche Art und seine  Arbeit verschafften ihm den Respekt und die Anerkennung auch der anderen Ratsfraktionen. Er bewarb sich sogar um die Stelle des ehrenamtlich tätigen Bürgermeisters in Clausthal-Zellerfeld, verlor den Wahlkampf jedoch gegen Michael Austen, dem Kandidaten der SPD. Als Ratsmitglied unterstützte er persönlich und ehrenamtlich die Kontakte zu unserer Partnerstadt Spisska Nova Ves in der Slowakei und unternahm im Rahmen der Partnerschaftstreffen selber mehrfach Fahrten dorthin.

 

Vielen Mitbürgern wird auch seine Mitwirkung beim Verkauf der „Silvesterschweinchen“ der Goslarschen Zeitung in Erinnerung bleiben. Sein launiger Spruch  „Jedes Schwein ein Schein“ führte dazu, dass er immer den höchsten Spendenbeitrag in der Stadt und wohl auch im Landkreis erreichte. Viele gemeinnützige Vereine und Initiativen profilierten von dem Spendenaufkommen.

 

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand widmete er sich einer besonderen Aufgabe: Er half beim Wiederaufbau eines im Bürgerkrieg zerstörten Krankenhauses in Kolumbien und setzte damit sein Wirken in den Dienst der Menschen weit über die Region hinaus fort.

 

2023 erhielt er für seine kommunalpolitische Arbeit und für sein soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz.

 

Wir verlieren mit „Leo“ einen höchstgeschätzten Weggefährten, dessen Wirken und Menschlichkeit in dankbarer Erinnerung bleiben werden.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

 

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